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Meine Erfahrungen mit Diabetes - Typ 1, was man so erleben kann!

Nein, ich denke nicht, dass ich eine sogenannte komplizierte Diabetesform habe, sondern eine bisher fahrlässig diabetologisch falsch behandelte Stoffwechselerkrankung!

Schon als bei mir etwa 1999 das Vorliegen eines Diabetes festgestellt worden ist, habe ich damals schon die Merkwürdigkeiten der Behandlungsversuche bemerkt. So bekam ich von einem Diabetologen in Spanien bei 485 mg/dl Blutzucker eine kleine blaue Tablette "Amaryl", woran ich mich bis heute erinnere, war es doch für mich eine total überraschende Mitteilung, ohne zu wissen was da auf mich zukommen würde!

In der Folgezeit wurde ich in Bad Nauheim, in der damaligen Diabetesklinik von Herrn Dr. K. zunächst 14 Tage ambulant, später dann stationär 4 Wochen behandelt, mit einer von Herrn Dr. K. mir erinnerlich, "erfrischend" vorgetragenen Neuankündigung eines "Designer - Insulin Lantus mit NovoRapid" kombiniert! Herr Dr. K. hatte mich mit dieser Insulinankündigung überzeugen wollen, dass es bald bessere Werte geben würde, was aber leider nicht so abgelaufen ist, im Gegenteil!

Mein damaliger HbA1c - Wert war oft über 10 mg/dl, auch kontrolliert mit der Feststellung einer kaum noch vorhandenen eigenen Isulinproduktion vom Universitätsklinikum Düsseldorf Herrn Prof. S.!

Im Verlaufe der Jahre war ich bei verschiedenen Diabetologen Frau Dr. Z., Bad Nauheim, Herrn Dr. H., Herrn Dr. D. und dessen spanische Frau ebenfalls Diabetologin, alle in Saarbrücken tätig.

Nachdem auch in Saarbrücken, meinem damaligen Wohnort, keine Besserung zu erkennen war, hatte mich Herr Dr. H. in die Diabetesklinik nach Bad Mergentheim, mit der Begründung einer zu komplizierten Einstellung überwiesen, in der ich 4 Wochen stationär behandelt wurde. Auch in dieser Zeit wurde ich immer mit dem verordneten "Designer - Insulin Lantus/Rapid" behandelt. Es fand keine Überprüfung einer Kunstinsulinunverträglichkeit statt, trotz der von Herrn Dr. H. bekannt gegebenen Einstellungsschwierigkeiten!

Als bei mir damals Zweifel auftraten in Bezug zu den sehr interessanten Informationen von Krebsauslösung mit Lantus hatte ich meine Bedenken den Ärzten auch vorgetragen. Trotz allem wurden nie Überlegungen vorgenommen, ein anderes Insulin in Erwägung zu ziehen, nein man hatte mir immer wieder dieses Insulin Lantus besonders empfohlen.

Trotz aller Bemühungen in der Klinik und im Alltag verbesserten sich meine BZ- Werte nicht wesentlich zum Positiven!

Nachdem ich wieder in die Praxis von Frau Dr. Z. zurück nach Bad Nauheim kam und auch dort dann keine Verbesserung eintrat, kam mir der Zufall zur Hilfe, welcher ausschlaggebend für die Überlegungen zu einem ganz anderen Insulin gewesen ist!

Als die Firma Braun Melsungen, von der ich das von Frau Dr. Z. verordnete semitechnisch hergestellte Insuline B. Braun verordnet bekam, ankündigte, ihre Insulinproduktion einzustellen, ich aber auch mit diesem Insulin Einstellungsprobleme hatte, wurde ich deshalb von Frau Dr. Z. in die neue Diabetesklinik Bad Nauheim unter der Leitung von Herrn Prof. H. für eine Optimierung eingewiesen.

Nach der Entlassung war wiederum keine Besserung der BZ Werte eingetreten. Da versuchte ich daraufhin, leider ohne Erfolg, ein tierisches Insulin zu bekommen, sodass ich zunächst ein B. Braun - ähnliches Insulin von Berlinchemie nehmen musste.

Zwischenzeitlich bin ich 2011 nach Leipzig umgezogen und hatte nach einigen Versuchen einen kompetenten Hausarzt zu finden, mit Herrn Dr. G. Hausarzt das "große Los gezogen"!

Als er meine Schilderungen im Vorstellungsgespräch "verdaut" hatte, so war mein Gefühl, erkannte er sofort in welch "brennender Situation" ich mich befand und nach den ersten Auswertungen seiner diabetischen Behandlung, hatte er mir eine spezielle Fach-Diabetologin Frau Dr. K. in Leipzig empfohlen.

Nachdem ich auch von dieser Diabetologin eingehend untersucht worden bin, so auch das Insulin von Berlinchemie keinen Erfolg brachte, hat die Diabetologin Frau Dr. K. versuchsweise mit Einverständnis der Kasse ein tierisches Insulin Porcine verordnet.

Fast aufgegeben, verzweifelt und mit technischen und krankheitsbedingten Schwierigkeiten begann ich meine Einstellungsversuche mit diesem ganz neuen und doch altem tierischen Insulin Porcine. Schon nach dem Abklingen der erwähnten Schwierigkeiten bekam ich ein völlig neuartiges, aber doch altbekanntes vertrautes Lebensgefühl. Immerhin war ich einmal total "top-fit" vor 1999 !

Allmählich hatte ich keine depressiven Verstimmungen, praktisch sofort keine unberechenbaren nächtliche Gegenregulierungen, bzw. Unterzuckerungen und keine merkwürdigen Befindlichkeitsstörungen mehr! Es stellte sich ein positives Denken ein, was auch in meiner sozialen Umgebung mit Erstaunen wahrgenommen worden ist!

Ich nehme diese neue Insulin ab dem 20.12.2012 und bin heute am 20.03.2013 ein Mensch der sein Diabetes als nicht kompliziert bezeichnet! Jetzt, da ich das richtige verordnete "Instrument" zur Steuerung meines Blutzuckers habe, bin ich nunmehr in der Lage völlig auf mein Körpergefühl mich verlassend, meinen Tagesablauf zu bestimmen.

So zum Beispiel spritze ich morgens um 6 Uhr mein Porcine Isophane. Bin ich zu diesem Zeitpunkt nicht fit, spritze ich je nach Gefühl zwischen 4 - 8 IE Porcine Neutral! Ich lege mich noch mal hin und stehe etwas gegen 9 Uhr auf. In der Regel bin ich dann fit, esse mein Frühstück 3 BE und spritze nach Gefühl 12 - 14 IE. Dann habe ich Ruhe bis zur Mittagszeit. Sollte ich aber zwischendurch einmal etwas essen wollen, kein Problem, 4:1 gespritzt und mein Zielwert zum Mittag ist ok! Mittagessen etwa 4 BE und 16 IE. Wenn etwas müde, Mittagsschläfchen danach fit oder wenn nicht, gibt es "Insulin-Nachschlag" 6-8 IE und der Nachmittag ist gerettet! Bin abends wieder im Zielbereich mit 3 BE und 16 IE in der Regel gut beraten. Wenn mein Gefühl "etwas" signalisiert, wird gegessen oder gespritzt!

Nachts wache ich in der Regel einmal auf und fühle was zu tun ist, essen oder spritzen, um morgens den gewollten BZ - Wert zu haben!

Ja ich fühle mich gut, fast wie ein "normaler" gesunder Mensch!

Auch gesunde Menschen legen sich manchmal, wenn sie können, nach dem Essen hin, weil der BZ Wert ebenfalls steigt. Nur bei ihnen wird der Blutzucker mit einer funktionierender Bauchspeicheldrüse abgebaut!

Ich möchte aber ausdrücklich daraufhin weisen, dass jede Diabetik eine persönlichkeitsbezogene Stoffwechselerkrankung ist. Meine Darstellung ist somit nicht verbindlich für Nachahmer, und manche werden meine Schilderung auch gar nicht nachvollziehen können! Darauf hinweisen deshalb, weil es bisher die Messgerätehersteller nicht geschafft haben, genaue Messgeräte den Diabetes-Patienten zur Verfügung zu stellen! Damit ist der kranke Menschen sich selbst dem Behandlungs-Risiko überlassen, natürlich mit den vielen zur Verfügung stehenden "Diabetologen" mit unterschiedlichem "Können"!

Danke ganz besonders meinen Ärzten, der Diabetologin Frau Dr. K. und Herrn Dr. G. meinem Hausarzt hier in Leipzig, die mit ihren medizinischen Einschätzungen bewiesen haben, dass man als Mediziner sehr gut sein kann!

Allen anderen beteiligten "Medizinern", aus meiner Sichtweise eher talentierten Verkäufern mit ihren unterschiedlichen akademischen Graden, wünsche ich, dass sie sich daran erinnern mögen, warum sie beschlossen hatten, Menschen helfen zu wollen. Vielleicht des Geldes wegen oder doch ein bisschen sich dem "Hippokratischen Eid" verpflichtend fühlend!

Meine Krankenkasse hat mit einer Einzelfall-Formulierung inzwischen die Kosten für das Tierische Insulin Porcine freundlicherweise übernommen.

Bruno Woitke

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