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Dank tierischen Insulins geht es mir wieder gut ...

ich bin seit dem 3. Lebensjahr Diabetiker Typ 1 mellitus und erinnere mich noch dunkel an die vergangenen Ereignisse. Meine damalige Kinderärztin stellte mich mit 13 Jahren auf das neue Humaninsulin um. Sie erklärte, dass dieses dem Menschen vollkommen identisch sei und demzufolge besser ist als das tierische Insulin. Freudig nahm ich das neue Insulin an, in der Hoffnung, dass es endlich in der Diabetesforschung voranging. Doch nach kurzer Zeit ging es mir immer schlechter. Ich spürte meine Unterzuckerungen nicht mehr, lief teilnahmslos in der Wohnung umher. Meine Mutter rief nur: "Daniel was ist los mit dir, hörst du mich?" Zögernd warf ich meinen Kopf zur Seite und brachte nur ein leises Ja heraus. Ich wusste stellenweise nicht mehr wer ich war oder was ich tat. Meine Mutter, eine anerkannte Krankenschwester, versuchte vergeblich die Insulindosis bzw. die Mahlzeiten entsprechend anzupassen. Als sie das meiner Kinderärztin berichtete, stellte sie mich wieder zurück auf das tierische Insulin B-Insulin sc. Schon nach ein paar Tagen ging es mir wieder besser und Gott sei Dank habe ich bis heute keinen einzigen Spätschaden davongetragen.

Mit Schrecken musste ich erfahren, dass im März 2005 die Produktion meines tierischen Insulins von Berlin Chemie eingestellt wurde. Ich wusste nur, dass ich nicht noch einmal den Horror von damals durchmachen wollte. Ich machte einen Allergie- bzw. Unverträglichkeitstest bei einem anerkannten Immunologen. Dieser fiel positiv aus. Da es in Deutschland kein passendes tierisches Insulin mehr gab, bewilligte mir meine Krankenkasse aufgrund des Testes das tierische Insulin aus dem Ausland.

Daniel Györe
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