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DEUTSCHER BUNDESTAG: Petition: Auflistung der Zuwendungen von Pharmaunternehmen an Selbsthilfegruppen

Der Petitionsausschuß vom DEUTSCHEN BUNDESTAG hat die Petition
Pet 2-16-15-2120-031072 als öffentliche Petition zugelassen.(16.01.2008)


Das Anliegen der Petition ist wie folgt gefasst:
"Mit der Petition soll erreicht werden, dass alle Pharmaunternehmen im Bundesgebiet eine für jeden Bundesbürger uneingeschränkt zugängliche, rechtsverbindliche Auflistung über Art und Höhe ihrer Zuwendungen an Selbsthilfegruppen, Patientenorganisationen sowie Vereine im Gesundheitswesen im Internet öffentlich machen."

Die Petition ist auf den Webseiten des DEUTSCHEN BUNDESTAGES veröffentlicht und kann bis zum Ende der 6-wöchigen Mitzeichnungsfrist am 16.01.2008 online mitgezeichnet und kommentiert werden. Nach Ablauf dieser Frist beginnt die parlamentarische Prüfung, in die auch die zu der Petition eingehende Kommentare einbezogen werden.

Die Petition hatte über 800 Unterschriften und eine rege Forumsteilnahme.

Mein Kommentar zu der Debatte sowie das Ergebnis der Petition, welches sehr ernüchternd ausgefallen ist, können Sie hier nachlesen:

Kommentar von Daniel Györe 8.12.2007

Ich finde diese Offenlegung der finanziellen Zuwendungen an Selbsthilfegruppen, Patientenorganisationen etc. durchaus gerechtfertigt. Denn es werden damit nicht die Interessen der Patienten unterstützt, sondern die der Industrie. Das ist nämlich ein Unterschied. Während die Pharmaindustrie ein Wirtschaftsunternehmen ist und in erster Linie an die Wirtschaftlichkeit des Betriebes denkt, geht es dem Patienten hier nicht um Geld, sondern um das gesundheitliche Wohlbefinden und die Heilung. Leider ist es aber so, dass dem Patienten bzw. den Selbsthilfegruppen falsche Tatsachen vorgegaukelt werden, indem ihnen erklärt wird, das wirtschaftliche Interessen und Patientenbedürfnisse Hand in Hand gehen. Es werden sehr viele Medikamente auf den Markt gebracht, wo nur ein geringer Teil wirklich nützlich für den Patienten ist. Die oftmals lebensbedrohlichen Nebenwirkungen dieser Medikamente hat letztendlich immer der Patient zu tragen. Mit der Offenlegung finanzieller Zuwendungen wird für den Patienten eine gewisse Transparenz geschaffen, die es ihm ermöglicht eigene Entscheidungen zu treffen und seine medizinische Behandlung mitzugestalten. Diese Patientenrechte verlieren in der heutigen Zeit der harten Marktwirtschaft schnell an Bedeutung.

Ergebnis:

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